Das liegt vor allem am ungeheuren Umfang Picassos Werk: es umfasst mehr als 10.000 Gemälde, 3.200 Keramiken, 7.000 Zeichnungen und 1.200 Skulpturen. Dabei weist die Vielfalt der Stile und Materialien den Künstler als Genie aus: Der 1881 in Malaga geborene Picasso verharrte nie bei einer Stilrichtung, selbst wenn er sie – wie beim Kubismus – selbst in Gang gesetzt und entscheidend vorangebracht hatte. Und auch der Mensch Picasso bleibt bis heute ein Rätsel. Einerseits inspirierte ihn der Untergang der baskischen Stadt Guernica zu seinem vielleicht bekanntesten Gemälde, andererseits führte er sich in seiner Familie als Tyrann auf, der nach vielen Liebesbeziehungen seine Partnerinnen gebrochen zurückließ. Seine Enkelin Marina beschrieb ihn sogar als einen “Mann, der vergessen hat, menschlich zu sein“. Dabei kennzeichnet den Spanier bis zuletzt eine zutiefst menschliche Eigenschaft: Die Angst vor der Vergänglichkeit und eine unbändige Lebenslust: davon zeugt sein Spätwerk – in noch nie gesehener Eindringlichkeit. Vollständig ausgearbeitetes Unterrichtsmodell mit zusätlichen Materialien.
Pablo Picasso – Genie des Wandels
| Autor: Karin Podhajsky
Quelle: Bayerischer Schulserver
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