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Philologenverband vermisst klare Linie bei der Bekämpfung der Schweinegrippe an Schulen

Berlin- November/2009 - Massive Kritik an den sich ständig ändernden Richtlinien von Kultusministerien, Schulbehörden und Gesundheitsämtern für den Umgang mit Fällen von Schweinegrippe an Schulen hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, in Berlin geübt. "Nicht die Schweinegrippe selbst, sondern der permanente Zickzack-Kurs von vorgesetzten Schulbehörden, aber auch von Gesundheitsämtern sorgt für eine tiefe Verunsicherung von Schulleitungen, Eltern, Schülern und Lehrern in Deutschland!", so Meidinger.




Er erinnerte daran, dass noch vor wenigen Wochen bei einzelnen Grippefällen ganze Schulen geschlossen bzw. komplette Jahrgangsstufen und Klassen nach Hause geschickt wurden, während jetzt eine Reihe von Bundesländern erkläre, die Schulen sollten so verfahren wie bei sonstigen Krankheitsfällen: Wer krank sei, solle zu Hause bleiben, die anderen sollten in die Schule gehen. Andererseits gäben Gesundheitsämter, etwa in Hessen, die Aufforderung an Lehrer heraus, "sich zwei Meter von gefährdenden und gefährdeten Personen entfernt zu halten!", ein – so Meidinger – angesichts der Enge in den Klassenräumen sonderbar weltfremder Vorschlag.

 

"Aufgrund der unbestreitbaren Tatsache, dass Kinder und Jugendliche an Schulen die am stärksten von der Infektionsgefahr betroffene Menschengruppe darstellen, müssen sich Politik und zuständige Behörden endlich entscheiden, auf welche Weise sie ihre Verantwortung für die Gesundheit der Kinder wahrnehmen wollen. Sind die Gesundheitsgefahren so groß, wie von einigen Gesundheitsexperten behauptet, dann ist unverständlich, dass es derzeit keinerlei Angebote von größeren Impfaktionen an Schulen gibt, an denen alle Lehrer und Schüler, bei denen das Einverständnis der Eltern vorliegt, teilnehmen können! Ist die Gesundheitsgefährdung jedoch nicht größer als bei bisherigen Grippewellen, dann sollte die Politik dies ebenfalls klar darstellen und von weiteren Schulschließungen absehen!", betonte der DPhV-Chef.

 

 

Quelle: Deutscher Philologenverband


 
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