Nachdem die Praxisvolksschule der KPH Wien/Krems, Campus Wien-Strebersdorf in den letzten Jahren mehrfach ihre Kompetenz im Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologien unter Beweis gestellt hatte, erfolgte am 17. September 2008 der Startschuss für ein neuerliches Evaluationsprojekt in Sachen IKT und Grundschule. Im Rahmen einer Startveranstaltung erhielten die Kinder der Projektklasse ihre ASUS Eee PCs überreicht. Über einen Zeitraum von zwei Jahren hinweg werden die Schülerinnen und Schüler nun, unterstützt und begleitet von ihrer Klassenlehrerin, Frau Prof. Ilse Bailicz und zwei weiteren Lehrern im Projektteam (VL Martin Newald, VOl Wolfgang Seper), mit der jüngsten Notebookgeneration, sogenannten „Netbooks“ arbeiten und lernen. Während dieser Zeit stellen sich dem Projektteam zahlreiche Evaluationsfragen, die es im Projektverlauf zu beantworten und dokumentieren gilt.
Im Vergleich zu zahlreichen anderen, vergleichbaren Projekten und Modellen auf dieser Altersstufe sollen hier besonders jene Vorteile aufgezeigt werden, die diese Ausstattungsvariante mit einem Gerät pro Kind (im Gegensatz zu den sonst verbreiteten Ausstattungsvarianten, bei denen nur relativ wenige Geräte für ganze Klassen zur Verfügung stehen) mit sich bringt. Jedem Kind steht hier sein eigenes Gerät zur Verfügung, das es im Rahmen dieses Evaluationsprojekts nicht nur in der Schule (bzw. im Unterricht), sondern auch weitgehend eigenständig, unabhängig von der Unterrichtszeit, nutzen kann. So kann auf den Erfahrungen aus dem Pocket-PC-Projekt (vgl. "ppc@school - Kleine Computer für kleine Hände", Studienverlag, 2006) aufbauend gearbeitet und verglichen werden.
Grundlegend neu ist, dass die jetzt zur Verfügung stehenden Geräte über weitaus umfassendere Ressourcen verfügen: deutlich größerer Bildschirm, höhere Rechenleistung, eingebaute Tastatur, Webcam integriert etc.
Wesentliche Aufgabe des Projektteams wird es - wie auch schon beim PPC-Projekt - sein, nicht nur die Kinder selbst hinsichtlich der Bedienung der Geräte und der zur Verfügung stehenden Software eingehend zu schulen, sondern auch die Eltern eingehend zu informieren.
Relativ einfach werden sich wohl manche Fragen aus dem Vorfeld beinahe selbst beantworten: Wie ist es um die Robustheit der Geräte bestellt? - Werden diese den harten alltäglichen Anforderungen, die Kinderhände an sie stellen, gewachsen sein? Wird sich der Administrationsaufwand in vertretbaren Grenzen halten, sodass die Ressourcen des Projektteams nicht vorrangig im Bereich des Supports und der Wartung vergeudet werden müssen?
Wesentlicher inhaltlicher Bestandteil des gegenständlichen Projekts wird es sein, die Medienkompetenz der Kinder bestmöglich zu fördern und ihnen grundlegende Fertigkeiten zu vermitteln, die sie in ihren Lernprozessen unterstützen. Die Technik selbst darf dabei nicht dominant im Mittelpunkt des Interesses stehen, sondern der "Toolcharakter" des Geräts und seiner Möglichkeiten. Mobilität, immer weiter reichende Ungebundenheit bieten wesentliche Chancen, die Enge des Klassenzimmers mehr zu verlassen und so Lehr- und Lernprozesse von bisherigen Grenzen zu befreien. Gerade hinsichtlich dieser grundlegenden Überlegungen war man bis dato doch sehr beschränkt. Vergleicht man die bisher zur Verfügung stehenden Gerätschaften, wird man rasch feststellen, dass in der Regel entweder die Ausstattung der Geräte sehr spartanisch war oder die Akkus sehr groß und schwer sein mussten, um - trotz relativ umfangreicher Ausstattung - flexibel und netzunabhängig agieren zu können. Im Prinzip waren immer weit reichende Kompromisse gefragt, die kleine Bildschirme, geringe Speicherausstattung etc. mit sich brachten oder eben ansprechende Ausstattung, die aber den Aktionsradius klar einschränkte. Die hier zur Verwendung gelangende "neue Generation" an mobilen Endgeräten schafft es, eine gerade für den schulischen Bereich sehr ansprechende Zusammenstellung zu bieten: Sehr gute Ausstattung hinsichtlich Bildschirm, Speicherkapazität, Rechenleistung und Nutzbarkeit von standardisierter Peripherie (Stichwort USB), gepaart mit niedrigem Gewicht und zufrieden stellender Akkuleistung. Der bisher recht enge Aktionsradius kann hier also deutlich erweitert werden. Als "Nebenleistung" ergibt sich durch den Verzicht auf bisher verwendete Harddisks als Speichermedien nicht nur geringerer Stromverbrauch, sondern auch gesteigerte Robustheit, die der Verwendung durch Kinder entgegenkommt.
„Ein frühzeitiger Umgang mit den Neuen Medien ist für Kinder und Jugendliche heute unabdingbar. Wichtig ist dabei aber, dass der PC sinnvoll und gezielt eingesetzt wird. Diese Kompetenz zu vermitteln, hat sich die Praxisvolksschule zur Aufgabe gemacht. Wir freuen uns, dass wir Lehrerinnen und Lehrer sowie Schülerinnen und Schüler in diesem Lernprozess mit dem Projekt „eee-pc@school“ aktiv und langfristig unterstützen können“, betont Dipl. BW Torsten Schröder, Marketing-Manager der Fa. Asus.
Weitere Informationen zu diesem und ähnlichen Projekten findet man auf der EeePC@School Homepage unter www.eeepcmitwindowslive.de der Fa. Asus
Weitere Informationsquellen und Literatur:
* Bailicz I., Seper W., Sperker L.: „ppc@school - Kleine Computer für kleine Hände“, erschienen im Studienverlag (2006) – http://www.studienverlag.at/titel.php3?TITNR=4297
* Eder J., Reiter A.: „Computereinsatz an österreichischen Grundschulen – gestern – heute – morgen“, erschienen im Studienverlang (2004) -http://www.studienverlag.at/titel.php3?TITNR=1814
* Homepage der Praxisvolksschule der KPH Wien/Krems, Campus Wien-Strebersdorf: http://strebersdorf.kphvie.at (Link zur Praxisvolksschule)


Deutschland


„eee-pc@school“ - Ein Evaluationsprojekt der Praxisvolksschule (PVS) der Kirchlichen Pädagogischen Hochschule (KPH) Wien-Krems, Campus Wien-Strebersdorf in Kooperation mit dem bm:ukk und der Fa. ASUS
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